Teamwork: Konkurrenz schafft Kooperation


Der bessere Gruppenzusammenhalt in Konkurrenzsituationen könnten ein wesentlicher Faktor bei der Evolution des menschlichen Sozialverhaltens gewesen sein. Diese Theorie legt die Studie "Between-group competition and human cooperation" finnischer Forscher an der Universität in Jyväskylä nahe.

Für die Studie nahmen 192 Studenten einem Entscheidungsspiel teil. Alle Probanden spielten in einer Gruppe von vier Personen jeweils zehn Runden gegen eine andere Gruppe und zehn Runden ohne Konkurrenzgruppe. Ohne Konkurrenzgruppe nahmen die Probanden die anderen Spieler eher als Gegner wahr, während sie die Beziehung in der Wettbewerbsbedingung eher als partnerschaftlich empfanden. Der Ärger gegenüber Mitspielern, die eigennützig gespielt hatten, war generell hoch, während die Schuldgefühle nach eigenem unkooperativem Handeln eher gering waren. In der Wettbewerbsbedingung waren allerdings beide Empfindungen stärker als in der Bedingung ohne Konkurrenz.

Wenn also ein Team kein Team mehr ist, dann sollte es sich schleunigst der Konkurrenz stellen, denn dann sollte der Teamgeist eigentlich wieder aufflammen.

 Link ➨ 
Mikael Puurtinen, Tapio Mappes (Centre of Excellence in Evolutionary Research, University of Jyväskylä, PO Box 35, Jyväskylä 40014, Finland): Between-group competition and human cooperation
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