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Leitfaden: Energiemanagement in Unternehmen und Organisationen

Energiemanagement-Systeme tragen dazu bei, die Energieeffizienz in Unternehmen und Organisationen zu erhöhen. Sie sind ein gutes Instrument, Energieeinspar-Potenziale kontinuierlich und systematisch zu heben. Durch die dabei erzielbaren Kostenentlastungen stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Ein Leitfaden des deutschen Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes zeigt, wie es gehen soll. Da sich Management noch nie an Grenzen gestoßen hat, sollte die Anwendung auch hier in Österreich auf keine Probleme stoßen.

Norm EN 16001: 2009 hat die Norm EN 16001 EU-weit einheitliche Kriterien für strukturierte Energiemanagementsysteme aufgestellt. Mit der Umsetzung dieser Norm können Unternehmen und Organisationen ihre Energieeffizienz verbessern und Energieeinsparpotenziale erkennen. Der neue Leitfaden des UBA und des BMU zeigt übersichtlich und praxisorientiert wie es geht und dass es sich sowohl in ökologischer als auch ökonomischer Hinsicht lohnt.

Die deutsche Broschüre zeigt übersichtlich und praxisorientiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Verhältnis zum europäischen Umweltmanagement-System EMAS und damit auch zur Norm ISO 14001 auf.

INHALTSVERZEICHNIS zur schnellen Orientierung:
  • 1 Vorwort 5
  • 2 Navigation 7
  • 3 Für wen is t dieser Leitfaden ? 8
  • 4 DIN EN 16001: Entstehung einer Europäischen Norm für Energiemanagementsystem 12
  • 5 Einführung in Energiemanagementsysteme 13
  • 6 Schritt für Schritt zum Energiemanagementsystem 18
  • A Planen (Plan) 24
  • B Umsetzen (Do) 45
  • C Kontrollieren (Check ) & Handeln (Ac t) 60
  • 7 Zertifizierung, Begutachtung & Aussendarstellung 67
  • 8 Literaturverzeichnis 70
  • Annex A – DIE ENERGIEMANAG EMENT- CHECKLISTE 73
  • Annex B – Ver gleichstabelle DIN EN 16001 und ISO 14001 83
  • Annex C – Ver gleichstabelle DIN EN 16001 und EMAS 97
Download:
Energiemanagement in Unternehmen und Organisationen, pdf, 104 S., 6,2 MB, 15.7.2010
21.8.10/23.9.11/

Richtlinie zur Energieeffizienz am Baudenkmal online

Das österreichische Bundesdenkmalamt hat einen großen Schritt getan. Es hat die Richtlinien veröffentlicht, nach denen es Baudenkmäler auch energieeffizient saniert. Damit ist es die erste solche Behörde Europas, welche dies so offentlich macht und dokumentiert. Dabei ist energieeffiziente Sanierung von Baudenkmaläern alles andere denn eine Leichtigkeit. Schnell kann auch Schaden entstehen, denn die Risken, die in thermischen Sanierungen auch dann stecken können, wenn sie mit den besten Intentionen geplant wurden, sind nicht wenige.

Die Richtline des Bundesdenkmalamtes steht zum Download zur Verfügung. Sicher auch für Architekten, Althaussanierer, Behörden, kommunale Bauabteilungen und Bauherren eine hilfreiche Publikation. 

Link ➨  

Richtlinie zur Energieeffizienz am Baudenkmal: Wärmedämmung, Solarenergie, Photovoltaik, Isolierglas und Denkmalschutz - 1. Fassung — 17. März 2011

INHALT
Zielsetzung 6
Vorbemerkungen 7
I. Grundregeln 8
II. Maßnahmen ÜbersiCHt 9
II. Maßnahmen im DetAil 10
Maßnahmen an der BauwerkshÜlle 10
1. Aussenwände 10
1.1 Außenwand Mauerwerk 11
1.1.1 Instandsetzung Mauerwerk 11
1.1.2 Innendämmung Mauerwerk 11
1.1.3 Außendämmung Mauerwerk 12
1.1.4 Außendämmung Mauerwerk erdberührend 13
1.2 Außenwand Holzbau 14
1.2.1 Instandsetzung Holzbau 14
1.2.2 Innendämmung Holzbau 14
1.2.3 Außendämmung Holzbau verkleidet 15
1.2.4 Außendämmung Holzbau unverkleidet 15
1.2.5 Dämmung Fachwerkbau 15
1.3 Außenwand Sichtbeton 16
1.3.1 Innendämmung Sichtbeton 16
1.3.2 Außendämmung Sichtbeton 16
2. DeCken, Böden, Gewölbe 16
2.1 Oberste Geschoßdecke 17
2.1.1 Dämmung oberste Geschoßdecke 17
2.2 Fußboden 17
2.2.1 Dämmung Fußboden unterkellert 18
2.2.2 Dämmung Fußboden nicht unterkellert 18
2.3 Gewölbe 18
2.3.1 Dämmung über Gewölbe 19
2.3.2 Dämmung unter Gewölbe 19
2.3.3 Dämmung Oberseite Gewölbe 19
2.3.4 Dämmung Unterseite Gewölbe 20
3. Dächer 20
3.1 Steildach 20
3.1.1 Instandsetzung Dach 21
3.1.2 Eingestellte Dämmung 21
3.1.3 Untersparrendämmung 21
3.1.4 Aufsparrendämmung 22
3.1.5 Zwischensparrendämmung mit Überlüftung 22
3.1.6 Zwischensparrendämmung ohne Überlüftung 23
3.1.7 Dachdämmung ohne durchgängiges Unterdach 24
3.2 Flachdach 24
3.2.1 Dämmung Flachdach 25
4. Fenster und Türen 25
4.1 Fenster 25
4.1.1 Instandsetzung Fenster 25
4.1.2 Abdichtung Fenster 26
4.1.3 Optimierung Fensterglas 26
4.1.4 Zusätzliche Fensterebene 27
4.1.5 Austausch historischer Fenster 28
4.2 Außentüren / Tore 28
4.2.1 Instandsetzung Tür 28
4.2.2 Abdichtung Tür 29
4.2.3 Optimierung Türglas 29
4.2.4 Aufdoppelung Türblatt 29
4.2.5 Zusätzliche Türebene 29
4.2.6 Austausch historischer Türen 30
Maßnahmen an der Gebäudetechnik 30
5. wärmeerzeugung 31
5.1 Holzbrennstoffe 31
5.2 Wärmepumpen 31
5.2.1 Grundwasserwärmepumpen 32
5.2.2 Erdwärmepumpen 32
5.2.3 Luftwärmepumpen 32
5.3 Solarenergie 33
5.3.1 Solarthermie 33
5.3.2 Photovoltaik 34
5.4 Fernwärme 35
5.5 Dämmung Verteilsystem 36
6. Wärmeabgabe 36
6.1 Heizkörper / Konvektoren 37
6.1.1 Nutzung vorhandener Systeme 37
6.1.2 Installation neuer Systeme 37
6.2 Kachelofen / Grundofen / Kamin 37
6.2.1 Nutzung vorhandener Öfen 38
6.2.2 Errichtung neuer Öfen 38
6.3 Bauteilheizung 38
6.3.1 Fußbodenheizung / Deckenheizung 38
6.3.2 Wandheizung eingefräst / eingeputzt 39
6.3.3 Sockelleistenheizung 39
6.4 Temperierung 40
6.4.1 Sockeltemperierung 40
6.4.2 Mauerfußtemperierung 40
6.4.3 Wandtemperierung eingefräst / eingeputzt 41
7. Lüftung | Kühlung 41
7.1 Lüftungs- und Klimaanlagen 42
8. Gebäudeautomation 43
IV. Bewilligungsverfahren 44
V. RechtliCHe Grundlagen 45
VI. Nachweisverfahren 47
VII. Glossar 50
VIII. Quellen 53
Impressum 56

Heiße Rythmen: mp3-Player in Zukunft ohne Batterie

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS entwickelten einen weltweit einzigartigen Spannungswandler, der mit minimalen Eingangsspannungen ab 20 Millivolt arbeiten kann. Kleinste aus der Umwelt gewonnene Energien betreiben damit elektrische Kleinstverbraucher.

Ein mp3-Player, der nie mehr an die Steckdose muss? Der Jogger, der sich Puls- und Atemfrequenz beim Sport einfach auf einem Armband anzeigen läßt? Beides ganz ohne Batterien oder Akkus? Das ist keine Zukunftsmusik, sondern gegenwärtiger Stand der Fraunhofer-Forschung. Den benötigten Strom gewinnen diese Geräte z. B. aus der menschlichen Körperwärme.

Bei 2° C Temperaturunterschied wie beispielsweise zwischen menschlicher Haut und Raumklima liefert ein 2 mal 2 cm großer Thermogenerator zusammen mit dem neuen Spannungswandler- IC bis zu 4 mW. Weitere ausreichende Energiequellen für den neuen IC wären Solarzellen bei geringer Beleuchtung oder Brennstoffzellen. Wird die so gewonnene Energie über längere Zeit gesammelt und in einer Batterie gespeichert, können damit auch größere Energieverbraucher wie mp3-Player oder PDA betrieben werden.

Technische Prozesse nutzen die eingesetzte Energie zu weniger als einem Drittel. Der Rest geht als ungenutzte Wärme verloren und trägt
so zur globalen Erwärmung bei. Thermoelektrische Konverter verwandeln Wärme in elektrische Energie, indem sie Temperaturgefälle
nutzen. Mit neuartigen thermoelektrischen Generatoren soll es in Zukunft möglich sein, Abwärme aus Kraftwerken, industriellen Pro-
duktionsprozessen oder im Automobil zur Stromerzeugung zu nutzen. Hier wird als die Abwärme des Menschen recycelt.



Der lediglich 1,5 mm x 1,5 mm große IC versorgt kommerzielle Elektronik wie Sensoren, drahtlose Funk-Sendeempfänger und Displays mit Spannungen von z. B. 3,3 Volt. Der Wirkungsgrad liegt dabei je nach Last und Eingangsspannung bei 30 bis zu80 Prozent. Dies ist weltweit die erste Lösung, die mit nur 20 Millivolt Versorgungsspannung auskommt. Solch kleine und entsprechend günstig herzustellende Spannungswandler sind in vielen Anwendungsgebieten von großem Vorteil, wie in der Medizintechnik, bei Gebäude-, Kraftfahrzeug- und Automatisierungstechnik und in der Logistik.

Der Spannungswandler entstand innerhalb des Fraunhofer-Projekts "Thermoelektrische Nanokomposite". Diese zielt auf die Entwicklung von Thermogeneratoren speziell zur dezentralen Energieerzeugung für autarke Sensor-/ Aktor-Netzwerke. Hierzu werden Lösungsansätze zur Herstellung von hocheffizienten polykristallinen thermoelektrischen Materialien und Bauelementen realisiert, sowie die für den Einsatz als Thermogenerator notwendigen hochintegrierten elektronischen Schaltungen entwickelt. Thermoelektrische Wandler sind prinzipiell in der Lage, Wärme zur Stromerzeugung zu nutzen – und dies emissionslos, geräuschlos, vibrationsfrei und äußerst zuverlässig. Sie tun dies seit
Jahrzehnten als Energielieferanten für Weltraumsonden und Satelliten. Thermoelektrische Uhren haben gezeigt, dass bereits geringe Temperaturgefälle, wie sie beispielsweise zwischen Körper- und Raumtemperatur bestehen, zum Betrieb elektronischer Geräte ausreichen. Mit solch geringen Temperaturgefällen, ganz gleich aus welcher Quelle sie stammen, können TE-Generatoren also beispielsweise die Stromversorgung autarker Sensornetzwerke inkl. drahtloser Datenübertragung gewährleisten.

Mehr:

MICRO ENERGY HARVESTING
Ernten ohne zu säen - Energy Harvesting mit thermoelektrischen Generatoren, pdf., 4 S., 540 KB, 18.2.2008
Kinetic Energy Project: Shoe Power

Weltgrößter Atomstromanbieter EDF = Effektivbetreiber der Illwerke

Der Atomkraftbetreiber British Energy hat der Übernahme durch den französischen Energieversorger Electricité de France (EdF) zugestimmt. Die Franzosen bieten nach eigenen Angaben vom 24. September 2008 774 Pence pro Aktie, was laut British Energy einem Gesamtpreis von rund 12,5 Milliarden Pfund (15,8 Milliarden Euro) entspricht.

Die Regierung in London, die 35 Prozent an British Energy hält, favorisierte jedoch EDF. Die Entwicklung in der britischen Energiebranche wurde auch von den deutschen Konzernen Eon und RWE mit großem Interesse verfolgt. Noch im August wurden Nebelbomben gestreut um die EDF zu einem höheren Angebot zu bewegen. Die Franzosen sind nun so nicht nur zum größten Atomstromanbieter Großbritanniens sondern auch global aufgestiegen.

Der französische Versorger will seine weltweit führende Rolle bei der Energieerzeugung aus Atomkraft ausbauen. In einer EdF-Präsentation für eine Konferenz in Stuttgart hieß es, EdF wolle bis 2020 mindestens zehn Druckwasserreaktoren (EPR) bauen. Der staatlich dominierte Konzern wolle wesentlicher Akteur bei der Renaissance der Atomenergie weltweit sein. Geplant sei der Bau von mindestens vier Reaktoren in den USA, zwei in China, bis zu vier in Großbritannien und möglicherweise eines Atomkraftwerks in Südafrika.

Energie Baden-Württemberg. Seit der letzten Anpassung am 8. April 2005 halten die beiden Großaktionäre, Electricité de France (EDF) und Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW), je 45,01 % an der Energie Baden-Württemberg (EnBW).Hans-Peter Villis (Vorstandsvorsitzender EnBW) ist seit dem 1. Oktober 2007 Mitglied des Comité Exécutif der EDF – kurz COMEX –, in dem insbesondere die strategischen Entwicklungen der EDF-Gruppe beraten werden.

Illwerke: Deutsche EnBW "strategischer Partner". In einem WirtschaftsBlatt-Gespräch positioniert sich Illwerke/VKW-Vorstand Ludwig Summer: "Durch die bis 2030 laufenden Stromliefer- beziehungsweise bis 2010 laufenden Abnahmeverträge mit der Energie Baden Württemberg kann man schon fast sagen, dass die EnBW unser strategischer Partner ist".

Effektivbetreiber der Illwerke. Das Wirtschaftsblatt merkt dazu schon 2001 an: Bisher bezeichnete das Land Vorarlberg als Eigentümer der Stromgruppe Illwerke/VKW die EdF-Beteiligung EnBW nur allgemein als "Kooperationspartner". Für Summer ist die Sache hingegen wesentlich klarer. "Die EnBW bestimmt, als Hauptabnehmer, wann unsere Kraftwerke Strom liefern. Gleichzeitig sind diese auf die Netzregler der EnBW ausgerichtet. Die Deutschen nehmen unseren Spitzenstrom ab und beliefern uns dafür mit Regelstrom." Auf Grund dieser Verflechtungen sei der Zug für die Vorarlberger Stromgruppe abgefahren. "Eine Österreich-Lösung käme für uns zu spät", sagt Summer.

Die Tiroler Landesregierung geht bei der Einschätzung der Eigentumsverhältnisse der Illwerke noch weiter. Sie nennt in dem Antrag zum Illwerke Vertrag den deutsch-französischen Energiekonzern EnBW/EdF "Effektivbetreiber der Illwerke".

Linktipp:

Vorarlbergs Stromverteilung in der Hand des weltgrößten Atomstromanbieters
Illwerke: Deutsche EnBW "strategischer Partner"
dietiwag.org
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