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Verbrauchsausgaben der ÖsterreicherInnen - Konsumerhebung 2009/10


In dieser Publikation werden die Hauptergebnisse der Konsumerhebung 2009/10 präsentiert. Die Ergebnisse der Konsumerhebung informieren – in fünfjährigen Abständen – über die Verbrauchsausgaben der privaten Haushalte. Sie geben einerseits Aufschluss über die Konsumgewohnheiten der österreichischen Haushalte und bieten Daten über den Lebensstandard unterschiedlicher sozialer Gruppen, andererseits sind sie eine zentrale Quelle für die Gewichtung des Warenkorbes des Verbraucherpreisindex.

Die aktuelle Erhebung 2009/10 wurde als Stichprobenerhebung von Ende April 2009 bis Anfang Mai 2010 durchgeführt. Die Haushalte wurden zufällig ausgewählt, die Mitwirkung bei der Erhebung war freiwillig. Ziel der Erhebung war die möglichst detaillierte Erfassung sämtlicher Ausgaben der privaten Haushalte. Dafür haben 6.534 Haushalte jeweils zwei Wochen lang ihre Ausgaben in ein Haushaltsbuch eingetragen. Zusätzlich wurden Fragen zu den im Haushalt lebenden Personen, der Wohnung und der Ausstattung der Haushalte gestellt.

Im Rahmen dieser Publikation werden die monatlichen Verbrauchsausgaben der privaten Haushalte in der detailliertest möglichen Form dargestellt und die Hauptergebnisse der aktuellen Erhebung jenen der vorangegangenen Erhebung 2004/05 gegenübergestellt. Darüber hinaus wird die unterschiedliche Ausgabenstruktur von Haushalten mit niedrigen, mittleren und hohen Verbrauchsausgaben analysiert und es werden Regionalergebnisse präsentiert. Dargestellt werden sowohl Haushaltsausgaben als auch die nach Haushaltsgröße und zusammensetzung standardisierten Äquivalenzausgaben.

Link ➨   Verbrauchsausgaben der ÖsterreicherInnen -  Konsumerhebung 2009/10

Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung 11
Summary12
1. Einleitung 15
2. Organisation und Methoden 17
2.1. Stichprobendesign 17
2.2. Beteiligung an der Erhebung 18
2.3. Hochrechnung 18
2.4. Erhebungsinstrumente  19
2.4.1. Haushaltsbuch 19
2.4.2. Fragenkatalog 20
2.5. Datenaufbereitung 22
3. Begriffe und Definitionen 23
3.1. Haushalt 23
3.2. Verbrauchsausgaben 23
3.2.1. Berechnung der monatlichen Haushaltsausgaben 23
3.2.2. Berechnung der monatlichen Äquivalenzausgaben 25
3.3. Fehlerrechnung 25
4. Ergebnisse 27
4.1. Hauptergebnisse  27
4.1.1. Ausgabenverteilung  27
4.1.2. Vergleich mit den Ergebnissen 2004/05 29
4.1.3. Ausgaben im Jahresverlauf  30
4.1.4. Exkurs: Verbrauch zu Hause konsumierter Lebensmittel und Getränke 32
4.2. Regionalergebnisse 34

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Konfektionsgrößen: Deutsche werden größer und stämmiger!


Die Körperproportionen der deutschen Bevölkerung haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert – sie sind im Durchschnitt heute größer und kräftiger als ihre Eltern und Großeltern. Die Folge: immer mehr Menschen haben Schwierigkeiten, im Handel Bekleidung mit optimaler Passform zu finden.

Vom 1. Juli 2007 bis zum 31. Oktober 2008 wurden von vier Messteams an 31 Messstandorten im gesamten deutschen Bundesgebiet die Körpermaße von 13.362 Männern, Frauen und Kinder im Alter zwischen 6 und 87 Jahren ermittelt. Die Vermessung der Teilnehmer erfolgte berührungslos mit modernster 3D-Scannertechnologie in jeweils einer sitzenden und drei stehenden Positionen. Anhand der pro Durchlauf erfassten rund 400.000 Messpunkte wurde ein elektronischer Zwilling (Scan) der Teilnehmer am PC erzeugt. An diesem wurden 44 Körpermaße wie Hüft- und Brustumfang für die Bekleidungsindustrie sowie 53 Körpermaße für die technische Ergonomie abgenommen.

SizeGERMANY. Die im Rahmen des Projektes SizeGERMANY ermittelten Körpermaße stellen die Basis für die sogenannten Hohensteiner Maßtabellen dar, wie es sie seit 1957 gibt. In ihnen sind jeweils 44 Maße für die Konfektionsgrößen festgelegt, auf deren Basis die Bekleidungshersteller die Mode für Frauen (DOB), Männer (HAKA) und Kinder (KIKA) gestalten.

Frauen. Bei den Damen fanden die letzten Reihenmessungen in Deutschland im Jahr 1994 statt. Für die weibliche Bevölkerung zwischen 14 und 70 Jahren wurden die folgenden Änderungen im Vergleich zu den Durchschnittswerten von 1994 - unabhängig von Konfektionsgrößen - ermittelt. Damit ergibt sich bei den Damen eine Verlagerung hin zu größeren Konfektionsgrößen.
Körperhöhe: Zunahme um ca. 1,0 cm
Brustumfang: Zunahme um 2,3 cm
Taillenumfang: Zunahme um 4,1 cm
Hüftumfang: Zunahme um 1,8 cm


Männer. Bei den Herren fand die letzte Reihenmessung 1980 statt. Für die männliche Bevölkerung zwischen 16 und 70 Jahren wurden die folgenden Änderungen im Vergleich zu den Durchschnittswerten von 1980 - unabhängig von Konfektionsgrößen - ermittelt. Damit zeigt sich auch bei den Herren eine Verlagerung hin zu größeren Konfektionsgrößen.
Körperhöhe: Zunahme um 3,2 cm
Brustumfang: Zunahme 7,3 cm
Taillenumfang: Zunahme 4,4 cm
Hüftumfang: Zunahme 3,6 cm

Automobilindustrie. Die Veränderung der Körpermaße muss selbstverständlich in Zukunft auch bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge berücksichtigt werden. Allerdings ist dort die Situation nicht ganz so kritisch wie in der Bekleidungsindustrie. Denn die Fahrzeughersteller entwickeln ihre Produkte immer schon für 95% der Bevölkerung, sie berücksichtigen dabei – vereinfacht gesagt – die kleine Frau (5. Perzentil) und den großen Mann (95. Perzentil). Darüber hinaus wurde in den letzten Jahren von den Automobilherstellern bei den Körpermaßen ein „Akzelerationszuschlag“ auf die alten Körpermaßdaten gemacht. Dieser berücksichtigte bisher das Größenwachstum der jungen Bevölkerungsschichten. Und da sie dies schon seit Jahren computergestützt mit 3D-CAD-Systemen wie dem Ergonomietool RAMSIS tun, werden die Ergebnisse von SizeGERMANY kurzfristig kaum eine Veränderung der Fahrzeuge erfordern. Allerdings kann mit den neuen Daten die Prognose in die Zukunft sehr viel präziser erfolgen.

Mehr:
SizeGERMANY-Portal

Verbot von Lockvögeln an Europas Himmel


Fluggesellschaften dürfen ab sofort nicht mehr mit sogenannten „Lockvogelangeboten“ werben: Am 1. November ist eine entsprechende Verordnung in Kraft getreten, die europaweit gültig ist. Fluggesellschaften sind nun dazu verpflichtet, in ihren Angeboten den Endpreis inklusive aller Gebühren, Steuern und Zuschläge auszuweisen. Darüber hinaus verbietet die Verordnung eine Preisdiskriminierung aufgrund des Wohnsitzes oder der Staatsangehörigkeit des Fluggastes.

Auch ist es den Fluggesellschaften nicht mehr erlaubt, in Online-Buchungsformularen schon vorab Häkchen neben optionale Leistungen zu setzen. Der Fluggast soll gewünschte Leistungen selbst auswählen können.

Linktipp:

Europaweites Verbot von Lockvogelangeboten bei Flugbuchungen

Die am 1. November in Kraft getretenen Verordnung über gemeinsame Vorschriften für die Durchführung von Luftverkehrsdiensten in der Gemeinschaft ((EG) Nr. 1008/2008) als PDF (18 S., 31.10.2008, 130 KB).