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Fünf Grundregeln für starke Passwörter

In der Ausbildung seiner IT-Ingenieursstudenten bringt das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) den Studierenden bei, konsequent fünf Grundregeln für sichere, starke Passwörter zu beachten: 
  1. Niemals den Nutzernamen, den tatsächlichen Namen, das Geburtsdatum oder andere Informationen, die mit der eigenen Person oder dem genutzten Konto zusammenhängen, als Passwort verwenden
  2. Begriffe vermeiden, die aus einem Wörterbuch stammen (könnten)
  3. Mindestens vier Arten von Schreibweisen verwenden, also groß/klein, Buchstaben, Nummern und Sonderzeichen wie !@#%$*~;.
  4. Dem Passwort eine Länge von mindestens acht Zeichen geben
  5. Niemals dasselbe Passwort für alle Konten verwenden.
Passwort aus Merksatz. Um ein Passwort zu finden, dass man sich leicht merken kann, rät man dort, sich einen Satz auszudenken, der Wörter, Zahlen und Zeichensetzung enthält. Als Beispiel wählt er den Satz "Mein zweites Auto war ein VW Golf!" Nehme man den ersten Buchstaben eines jeden Worts, die Zahl und das Satzzeichen und schreibe dies hintereinander auf, ergebe sich aus diesem Merksatz das Passwort "M2.AweVWG!"

Dieses Verfahren ergibt jeweils ein sehr sicheres Passwort, an das man sich mit Hilfe des Merksatzes so lange leicht erinnern kann, bis man es schließlich auswendig beherrscht. Wenn man für verschiedene Konten verschiedene Passwörter nutze, könne man sich ruhig schriftliche Notizen machen und diese ins Portemonnaie stecken. Aber statt des Passworts sollte man den Merksatz aufschreiben oder - noch besser - einen Hinweis, der an den Merksatz erinnert, raten die Experten

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Neue Schadsoftware spioniert Kreditkarten- und Online-Banking-Daten aus

Derzeit verbreitet sich eine neue Variante von Schadsoftware, die Online-Banking- und Kreditkartendaten ausspioniert. Das Trojanische Pferd ist bereits seit mehreren Jahren aktiv. Die neue Variante hat es zurzeit gezielt auf TANs (=Transaktionsnummer, ein Einmalkennwort zur Authentifizierung) von Online-Banking-Nutzern und Kreditkartendaten abgesehen. Die Infektion des PCs erfolgt meist durch ein so genanntes Drive-by-Exploit, also den Besuch einer mit Schadcode infizierten Webseite.

Wenn der Computer eines Nutzers mit dieser neuen Variante der Schadsoftware infiziert ist und dieser die Anmelde-Webseite seines Kreditkarten- oder Bankportals öffnet, sorgt die Schadsoftware dafür, dass zwar die korrekte Webseite aufgerufen, dort aber manipulierte Inhalte angezeigt werden.

Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen wird der Nutzer so dazu gebracht, bestimmte Daten preiszugeben. Die angebliche Begründung sieht zum Beispiel im Fall der Kreditkartendaten wie folgt aus:

"Die XY Portal passt sich den hohen Kundenansprüchen an. Wir bleiben immer auf dem neusten Stand mit Sicherheitsvorschriften um unseren Kunden mehr Sicherheiten zu bieten. Unsere Sicherheitsabteilung erfand ein neues Sicherheitssystem, die Angriffe von Dritten verhindert um Betrugsfälle. Diese Sicherheitssystem muss von allen Online- Banking-Kunden genutzt werden. Wir empfehlen Ihre Daten zu Angleichung anzugeben. Sollte die Anmeldung in 48 Stunden nicht erfolgen, so wird Ihre Karte vorübergehend gesperrt, bis zum Ende der Anmeldung."

Mehr:
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

E-Mail, so sicher wie die Papierpost ?

E-Mail, so sicher wie die Papierpost - leider nur in Deutschland. Das deutsche Gesetz zur Regelung von Bürgerportalen ist am 4. Februar 2009 von der Bundesregierung beschlossen worden. Eine neue Form der Online-Kommunikation, die sogenannte "De-Mail", ermöglicht diese rechtssichere und und vor elekronischem Datenmüll geschützte Verbreitung von Dokumenten oder Nachrichten. Die De-Mail soll in ihrer Handhabung so einfach sein wie eine E-Mail, jedoch mit mehr Sicherheitsstandards ausgestattet werden.

Das Projekt "De-Mail" wird ab 2010 in Kraft treten. Dann werden Behörden, Bürger, wissenschaftliche Einrichtungen oder Unternehmen ihre Daten auf elektronischem Wege sicher untereinander austauschen können: Bei einem staatlich geprüften und zertifiziertem Anbieter sollen die Nutzer ein De-Mail-Postfach eröffnen, dafür müssen sie sich vorher mit einem Personalausweis oder anderen Nachweisen identifizieren.

Das Besondere bei dieser Form der Datenübermittlung im Internet ist, dass die Nachrichten von den De-Mail-Anbietern verschlüsselt werden. So können die Inhalte der elektronischen Mitteilungen nicht gelesen oder verändert werden. Außerdem können die Sender von Mitteilungen eine elektronisch signierte Bestätigung über die Zustellung der De-Mail anfordern. Damit die gesendeten Inhalte auch dauerhaft und sicher gespeichert werden können, ist ein Dokumentensafe seitens des Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik in Planung.

Die De-Mail soll eine vertrauensvolle Kommunikationsebene im Internet schaffen. Sogar Rechnungen sowie Vertragsunterlagen oder private Dokumente können auf diesem Wege zwischen Bürgern und Banken oder Bürgern und Versicherungen ohne Angst vor Datendiebstahl übertragen werden. Ein weiterer Nebeneffekt ist außerdem der Bürokratieabbau.

Mehr:
Das Projekt Bürgerportale – Auf dem Weg zu einer zuverlässigen und sicheren Online-Kommunikation

Mehr Sicherheit im WEB: Kostenloses Webcheck-Tool von MELANI

Die Schweizerische Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI), die dem Eidgenössischen Finanzdepartement untersteht, veröffentlichte ihren Halbjahresbericht 2008.

Die Zunahme von Massenhacks gegen Webseiten, die Entwicklungen im Bereich politisch motiviertem Hacking, die Risiken der offenen Funknetzwerke sowie die Gefahr, welche der Gebrauch von sozialen Netzwerkseiten mit sich bringt: Dies sind die Themen des siebten Halbjahresberichtes der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI). Der Bericht beurteilt die Lage im ersten Halbjahr 2008.

Es seien verschiedene Massenhacks von Websites beobachtet worden. Unter den gehackten Sites befinden sich Webseiten mit bestem Ruf und hohen Nutzerzahlen. Es werden vor allem Schwachstellen in interaktiven Webinhalten ausgenutzt oder die Zugangsdaten der Website-Administratoren ausgespäht, berichtet MELANI. Der Vorteil für kriminelle Hacker, Malware mittels gehackter Websites zu verbreiten, sei klar; denn bei ungewollt erhaltenen E-Mails reagierten die Benutzer mittlerweile skeptisch, oder sie werden zuvor bereits herausgefiltert.

MELANI rät beim Surfen im Web, die Benutzung von JavaScript respektive ActiveX einzuschränken. Gleichzeitig mit der Herausgabe des Halbjahresberichts, stellt MELANI besorgten Website- Betreibern ein Webcheck-Tool zur Verfügung, mit der sie ihre Website auf verdächtigen JavaScript-Code überprüfen können.

Linktipp:
Kostenloses Webseiten-Checktool von MELANI
MELANI-Halbjahresbericht 2008/1